Finanzwesir
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Alle Artikel der Kategorie: investieren
08. April 2014
Die Parabel von der Familie Gotrock
Zugeschrieben wird diese Parabel Warren Buffett, erzählt wird sie von John C. Bogle im ersten Kapitel seines Buches "The little book of common sense investing". Ich habe sie nur ins Deutsche übersetzt.
So geht die Geschichte:
Es war einmal in den USA. Dort lebte eine reiche Familie namens Gotrock. Die Gotrocks waren ein weit verzweigter Clan, gewachsen über Generationen.
Sämtliche Aktien aller börsennotierten US-Unternehmen gehörten einem Familienmitglied der Gotrock. Mit anderen Worten: Die Gotrocks waren „der Aktienmarkt“.
Jedes Jahr erfreuten sie sich an den Früchten ihrer Investition. Sämtliche Dividenden wanderten in ihre Taschen und das Wachstum tausender Firmen vermehrte das Vermögen der Gotrocks zusätzlich. So wurden alle Gotrocks über die Jahrzehnte zusammen immer reicher und lebten harmonisch miteinander. Jeder Gotrock war ein Gewinner; aber viel los war nicht im Gotrock-Universum.
Abgelegt unter Investieren, Gotrocks, Lebensweisheit, Aktien, Anleihen
04. April 2014
Blogparade ‒ Ich investiere in ...
Die Comdirect hat anlässlich der Verleihung des Finanzblog Awards 2014 unter der Überschrift „Ich investiere in …“ zur Blogparade aufgerufen. Gefordert werden ein Link zum Aufruf und ein Besinnungsaufsatz.
Bevor ich auf das „Was“ eingehe, möchte ich erst das „Warum“ klären.
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26. Februar 2014
Warum Ihr Banker Ihnen keine Renditebringer verkaufen wird
Genauso wenig, wie Fondsmanager sich dafür interessieren, Ihr Geld zu vermehren, interessieren sich die Verkäufer in Ihrer Bankfiliale dafür, Ihnen eine maßgeschneiderte Geldanlage zu verkaufen.
Warum?
Weil auch den Bankleuten die eigene Arbeitsplatzsicherheit wichtiger ist, als für Sie das Optimale herauszuholen.
Wer geht denn zur Bank? In meiner Jugend waren das die Vorsichtigen, die Sicherheitsbedürftigen. Diejenigen, die einen „anständigen“ Arbeitsplatz wollten. Ehrliche Leute, die in Mathe nicht schlecht waren und ansonsten getan haben, was man ihnen gesagt hat.
Diese Leute sehen sich auf einmal mit Renditevorgaben von 25 % konfrontiert. Das sind Margen, die sonst eher im Drogen-, Waffen- oder Menschenhandel üblich sind. Was machen Menschen, die jetzt von Hause aus nicht so die Krieger sind, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen?
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26. Februar 2014
Lesen Sie auch Investment-Pornos?
Früher (so um die Jahrtausendwende) war ich ein begeisterter Leser von Investment-Pornografie. Wir hatten ein Abo der Wirtschaftswoche (Wiwo), und wenn ich sonntags Brötchen geholt habe, gab’s zu Hause nicht nur frische Backwaren, sondern auch die aktuelle Ausgabe des „Euro am Sonntag“. Die haben die beste Ehefrau und ich dann studiert und diskutiert.
Die Euro-am-Sonntag-Redaktion lobt diesen Biotech-Fonds! „Schatz, was schreibt die Wiwo darüber?“ „Nur eine kleine News-Meldung? Na, macht nix, ich komm’ morgen am Zeitungsbüdchen vorbei, da kaufe ich uns die aktuelle Focus Money.“ Ein guter Teil unserer Kaufentscheidungen beruhte damals auf der „Empfehlung der Redaktion“.
Wie ich vom Saulus zum Paulus wurde
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24. Februar 2014
Alle wichtigen Dinge sind banal
Finanzblogger werden oft gescholten, sie würden Banalitäten verkünden. Toll, mehr einnehmen als ausgeben. Das weiß doch jeder. Wenn das jeder weiß, warum sind dann gut 6,5 Millionen Deutsche überschuldet?
Ich habe in knapp 50 Jahren festgestellt: Alle wirklich wichtigen Dinge sind extrem einfach, um nicht zu sagen banal. Das gilt nicht nur für die Naturwissenschaften, sondern auch für alle anderen Lebensbereiche.
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23. Februar 2014
Kosten der verschiedenen Fondsklassen
Aktiv gemanagte Fonds
Hier exekutieren hoch bezahlte Finanzspezialisten ihre ganz spezielle ‒ oft sehr geheime ‒ Investmentphilosophie. In vielen Meetings und unter massivem Excel-Einsatz werden Wertpapiere bewertet, neu bewertet, segmentiert, in Listen eingeteilt und dann entweder gekauft oder nicht gekauft.
Manchmal steigt der Kurs des gekauften Wertpapiers dann nach dem Kauf und manchmal fällt er. Warum sich der Kurs so entwickelt hat, wird Ihnen jeder Fondsmanager im Nachhinein schlüssig erklären können.
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22. Februar 2014
Was bedeutet eigentlich investieren?
Nur weil etwas teuer ist, ist es noch lange keine Investition.
Definition Investition
Wie definiert die Wikipedia das Wort Investition?
Investition, auch Kapitalanlage, ist in der privaten Finanzplanung die Verwendung finanzieller Mittel, um damit Privatvermögen durch Erträge zu vermehren.
Oder kürzer: Man investiert, wenn man seine Euros ausschickt, um neue Euros herbeizuschaffen.
Nach dieser Definition ist eine monatliche Einzahlung von 100 Euro in einen Sparplan eine Investition.
Der Erwerb von Möbeln, elektronischen Geräten, Autos oder selbst bewohnten Immobilien ist keine Investition, sondern Konsum.
Konsens ist diese Auffassung aber nicht. Die Sparda-Bank hat in einer Umfrage die „Sachwertorientierung in der Kapitalanlage von Privatpersonen“ erforschen lassen.
Das Fazit:
Abgelegt unter Investieren, Konsumgut, Immobilie
20. Februar 2014
Die Regel von der 72 macht Sie reich
In diesem Artikel geht es um die Macht des Zinseszinses. Die Regel von der 72 besagt: 72 dividiert durch die Rendite in Prozent gibt an, in wie vielen Jahren sich das eingesetzte Vermögen verdoppelt hat.
Die folgenden Tabellen sollen diesen Effekt veranschaulichen.
Abgelegt unter Investieren, Wachstum, Sparen, Zinseszins
09. Februar 2014
Wie Fondsmanager bezahlt werden
Auf jeden Fall nicht nach Erfolg. Jeder Fonds, der etwas auf sich hält, erhebt jede Menge Gebühren. Diese Gebühren heißen nicht Gebühren ‒ das würde zu sehr nach Behörde klingen ‒, sondern Management-Fee oder Performance-Fee, aber auch Ausgabeaufschlag, Bestandsprovision oder Depotkosten sind beliebt. Letztendlich ein buntes Potpourri an Renditekillern, deren wahre Anzahl und Höhe für Außenstehende nicht zu überblicken ist. Fast alle diese Gebühren werden prozentual erhoben und das macht ‒ zumindest für die Fondsverwalter ‒ den Charme der Sache aus. Flatrates oder feste Preise wären deutlich kundenfreundlicher. So nach dem Motto: Die Depot-Flatrate: Die Verwaltung kostet jährlich 100 Euro. Da weiß man, was man zu zahlen hat.
Aber 100 Euro für so ein bisschen Depot-Verwaltung, das ist doch Wucher, einfach eine unverschämte Abzocke!
Abgelegt unter Strategie, Investieren, Fonds, Kosten, Renditekiller
09. Februar 2014
Was Fondsmanagern wirklich wichtig ist
Wer Geld in einen Aktienfonds investiert, der erwartet, dass die dort Beschäftigten sich nach Kräften mühen, das investierte Geld zu vermehren, und zwar weit besser, als man es selbst könnte.
Tun sie aber nicht. Warum? Weil es böse, korrupte und unfähige Bastarde sind? Nein, nicht im geringsten. Die meisten Fondsmanager sind intelligente, hart arbeitende Menschen. Aber ein Fondsmanager wird von Dingen beeinflusst, die mit der Vermehrung des ihm anvertrauten Geldes wenig zu tun haben.
Sehen wir uns doch den durchschnittlichen Fondsmanager einmal genauer an:
- Schon aus beruflichen Gründen gut und teuer gekleidet,
- das Auto geleast und eine Nummer zu groß und
- die Immobilie in einer begehrten Wohnlage gehört zum größten Teil der Bank.
- Dazu noch Frau und Kinder.
Dieser Status muss verteidigt werden. Die allerhöchste Priorität für unseren armen Fondsmanager hat deshalb die Arbeitsplatzsicherheit. In meinen Augen durchaus nachvollziehbar.
Welche Fragen stellt sich der Fondsmanager vor einem Investment?
Abgelegt unter Strategie, Investieren, Fonds

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